Entwicklung und Förderung der Almen
 
Damit Sie sich keine Sorgen machen müssen, wenn Sie den gedeckten Tisch von Kuh & Co entlang gehen oder queren müssen, haben Fachleute der Landwirtschaftskammer Tirol im Folder „Eine Alm ist kein Streichelzoo“ einige bewährte Tipps zusammengestellt, die wir gerne an Sie weitergeben.



Nicht streicheln und Abstand halten

Wenn es nicht unbedingt nötig ist, sollten Sie weidenden Tieren nicht zu nahe kommen und vor allem Kälber weder streicheln noch füttern. Bemerken Sie Unruhe in der Herde oder fixieren die Tiere Sie bereits, dann halten Sie unbedingt Abstand und nehmen Sie lieber einen Umweg in Kauf.



Hund nur bei Angriff von der Leine lassen

Halten Sie Ihren Hund an der Leine und verhindern Sie, dass er der Herde zu nahe kommt oder die Tiere jagen will. Rinder nehmen die Hunde als Feinde wahr und vor allem Muttertiere greifen an. Ist ein Angriff eines Rindes abzusehen, leinen Sie Ihren Hund ab. Hunde sind im Gegensatz zu Menschen schnell genug, dem Angriff auszuweichen. Das Rind ist abgelenkt und Sie können den Gefahrenbereich rasch verlassen. Offene Weideflächen umgehen Sie mit Ihrem Hund am besten.





Im absoluten Notfall Stock einsetzen

Kommt es trotzdem zu gefährlichen Situationen, bewahren Sie Ruhe und laufen Sie nicht davon. Versetzen Sie dem Rind im absoluten Notfall mit dem Stock einen gezielten Schlag auf die Nase. Andernfalls gehen Sie langsam und stetig aus der Gefahrenzone, ohne den Tieren den Rücken zuzukehren. Das ist der einzig richtige Weg, mit einer gefährlichen Begegnung umzugehen.





Mutterkühe schützen ihre Kälber

Am besten stellen Sie mit einem ersten Blick fest, ob es sich um eine Mutterkuh-, Jungtier- oder reine Kuhherde handelt. Mutterkühe verteidigen aus angeborenem Schutzinstinkt heraus ihre Kälber impulsiv, auch wenn sich diese nur aus Neugier Ihnen nähern. Sind auch Stiere, also männliche erwachsene Tiere dabei, ist besondere Vorsicht geboten.



Jungtiere sind neugierig, übermütig und bewegungsfreudig. Sie reagieren bei Kontakt oft unkontrolliert. Kühe in Kuhherden werden regelmäßig gemolken und sie haben deshalb engen Kontakt zu Menschen. Doch auch hier müssen Sie immer Vorsicht walten lassen.



Wie drohen Rinder?

Bei Begegnungen mit Menschen bleiben die meisten Rinder zu Beginn stehen und fixieren ihr Ziel, zum Beispiel den Wanderer. Dabei heben und senken sie den Kopf, gehen etwas in die Knie und schnauben. Dabei riechen sie intensiv, da sie relativ schlecht sehen. Die Tiere gehen dann meist einige, oft langsame Schritte in Richtung Wanderer, bevor sie loslaufen.

Den Folder können Sie auch im Internet unter https://tirol.lko.at unter Volltextsuche „Eine Alm ist kein Streichelzoo“ herunterladen und ausdrucken.